Klassisches Prinzip in moderner Version

Bei ORC (Organic Rankine Cycle) handelt es sich um eine effiziente, saubere und zuverlässige Methode der Energieerzeugung, vorwiegend mit Biomasse und geothermischen Anwendungen. Auch die Ausweitung in Solar- und Wärmerückgewinnungsanlagen wird hierbei in den kommenden Jahren erwartet.

Das ORC-Prinzip basiert auf einem Turbogenerator, der wie eine herkömmliche Dampfturbine funktioniert, indem Wärmeenergie erst in mechanische Energie und schließlich in elektrische Energie mittels eines Stromerzeugers umgewandelt wird.

Im ORC-System verdampft eine organische Flüssigkeit, deren Molekülmasse höher als beim Wasser ist, was zu einer langsameren Umdrehung der Turbine und zu einer geringeren mechanischen Beanspruchung führt. Da während der Dampfausdehnung keine Feuchtigkeit entsteht, wird der Verschleiß der Laufschaufeln reduziert.

OCR-Turbinen bieten hohe thermodynamische Prozesseffizienz in automatisch fortlaufendem Betrieb, die Anwesenheit eines Anlagenbedieners ist nicht erforderlich. Unter einfachen Wartungsbedingungen bieten diese Anlagen eine lange Lebensdauer.

Für OCR-Anlagen gibt es viele Einsatzmöglichkeiten: Energieerzeugung, Fernwärme, Biomassekraftwerke, Energierückgewinnung, Meerwasserentsalzung oder Solarthermie.

Die Spannbreite reicht von Anlagen in Kraftwerken bis hin zu Dampf aus erneuerbaren Energien. OCR-Anlagen in Kraftwerken sind eine hocheffiziente Art der Energieerzeugung. Als Kernkomponenten tragen sie zuverlässig dazu bei, fossilen Brennstoffen möglichst effizient und wirtschaftlich einzusetzen und den stetig wachsenden Energiebedarf zu decken.

Bei Dampf aus erneuerbaren und somit zukunftssicheren Energiequellen, wird aus Biomasse oder solarthermischen Quellen Strom gewonnenen. Gleichzeitig werden dabei CO2-Emissionen, gegenüber Verfahren mit fossilen Energiequellen, reduzieren.